Habedank Blog
  • Warum wir lügen - Neue Forschung zur Unehrlichkeit

    Dr. Berit Lindau

    Gesellschaft / 15.6.2017 / 0 Kommentare

    Warum wir lügen Neue Forschung zur Unehrlichkeit

     

    Seien wir einmal ehrlich - wie oft am Tag sagen wir nicht die Wahrheit? Wie oft verschweigen wir einen wichtigen Aspekt oder beschönigen einen Umstand? Der Kollege fragt, was wir von seiner neuen Idee halten; die Vorgesetzte fragt nach dem Fortschritt einer komplexen Aufgabe - in vielen alltäglichen Situationen sind wir nicht vollkommen ehrlich und bedienen uns kleiner Lügen. Warum tun wir das?

    Die Beispiele der Fragen des Kollegen oder der Vorgesetzen demonstrieren bereits einen der Hauptgründe, warum wir lügen: Unsere sozialen Beziehungen zu anderen Menschen sind für uns elementar wichtig und so sind wir bemüht, diese auf keinen Fall zu gefährden. Entsprechend antworten wir vielleicht lieber mit „gut!", wenn wir nach dem Fortschritt einer Aufgabe gefragt werden, um in den Augen der Vorgesetzten als kompetent dazustehen und sie nicht zu enttäuschen, anstatt ehrlich bestehende Probleme zu benennen.

  • Bnuter Bchutsabensalat

    Mareike Fruth

    Gesellschaft / 3.4.2017 / 0 Kommentare

    Blog-Eintrag: Buchstabensuppe

     

    „Afugrnud enier Stidue an der elingshcen Cmabrdige Unvirestiät ist es eagl, in wlehcer Rienhnelfoge die Bcuhtsbaen in eniem Wrot sethen, das enizg wcihitge dbaei ist, dsas der estre und Izete Bcuhtsbae am rcihgiten Paltz snid. Der Rset knan ttolaer Bölsdinn sien, und man knan es torztedm onhe Porbelme Iseen. Das ghet dseahlb, wiel das mneschilche Geihrn nciht jdeen Bchustbaen liset sodnern das Wrot als Gnaezs"

    Durch das Internet geistert seit vielen Jahren dieser Text, der sowohl das Publikum als auch die Fachwelt verblüfft. Letztere allerdings, weil es diese Studie in Cambridge niemals gab. Ist dieser Text der Beweis, dass die Rechtschreibung eigentlich überflüssig ist?

  • Analphabetismus: vertuscht und weggeschaut

    Ingrid Lindau

    Gesellschaft / 21.12.2016 / 0 Kommentare

    Analphabetismus: vertuscht und weggeschaut


    Die extreme Form des Analphabetismus, bei der die Betroffenen nicht einmal ihren Namen schreiben oder einzelne Worte lesen können ist in Deutschland glücklicherweise sehr selten geworden. Allerdings existieren mitten in unserer Gesellschaft versteckte Formen der Schriftvermeidung.

    Eine Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 2011 ergab, dass mehr als 14,5 Prozent der deutschen erwachsenen Bevölkerung im Alter zwischen 18 und 64 Jahren nicht richtig lesen und schreiben können. Dabei geht es nicht um ein paar Rechtschreibfehler, sondern um funktionalen Analphabetismus, also eine für ein funktionierendes Alltagsleben unzureichende Schriftkompetenz. Die Betroffenen können möglicherweise einzelne kurze Sätze lesen und schreiben, jedoch keine zusammenhängenden – auch kurzen –Texte. Dies bedeutet, dass z. B. schriftliche Arbeitsanweisungen, Infobriefe, Warnhinweise, Fahrpläne etc. nicht aufgenommen werden können. Die Gutenachtgeschichte für die Kinder, die Speisekarte im Restaurant, der Brief vom Finanzamt oder der Beipackzettel eines Medikaments - Angelegenheiten des täglichen Lebens sind für mehr als sieben Millionen Deutsche ein großes Hindernis.

  • zur Startseite
  • Seite per E-Mail versenden
  • Seite drucken